Gedenkstein auf dem jüdischen Friedhof 2008

Spendenaufruf  (als PDF-Datei)



Der Gedenkstein zur Erinnerung an die Toten des
KZ-Außenlagers Duderstadt wurde am 4. November
2008 auf dem jüdischen Friedhof eingeweiht.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!

Von November 1944 bis April 1945 bestand ein Außenlager des Konzentrationslagers Buchenwald am Euzenberg in Duderstadt. 755 jüdische Ungarinnen mussten in dem Rüstungsbetrieb Polte Zwangsarbeit leisten.

Durch die Lagerhaft und Zwangsarbeit in Duderstadt sind vier Frauen und ein neugeborenes Kind umgekommen. Nachforschungen von Mitgliedern unseres Vereins Geschichtswerkstatt Duderstadt  haben ergeben, dass die vier Frauen auf dem Jüdischen Friedhof in Duderstadt beerdigt worden sind. Die Gräber ebneten die SS-Bewacher sofort ein. Keine Spur sollte dort an die Toten erinnern. Dieser Zustand ist bis heute unverändert. Wir schlagen vor, auf dem Jüdischen Friedhof einen Gedenkstein für diese Opfer des KZ-Außenlagers zu errichten.

Der Landesverband der Jüdischen Gemeinden von Niedersachsen, der heute Eigentümer des Friedhofes ist, hat die Aufstellung des Gedenksteins ausdrücklich begrüßt.

Es wäre ein wichtiges Zeichen des Erinnerns in unserer Stadt, wenn Sie, die Einwohnerinnen und Einwohner, dieses Denkmal stiften würden. Deshalb bitten wir Sie um Ihre Unterstützung dafür.

Einen Gedenkstein mit den Namen der Opfer aufzustellen kostet 2200 Euro.

Sobald wir die notwendigen Spendenzusagen erhalten haben, werden wir den Auftrag zur Erstellung des Gedenksteines erteilen.

Die Spenden können steuerlich abgesetzt werden; unser Verein ist berechtigt, die entsprechenden Spendenquittungen auszustellen.

Vorgesehener Text auf dem Gedenkstein, wie er mit dem Landesverband der Jüdischen Gemein-den von Niedersachsen abgesprochen ist:

Zum Gedenken an die Opfer des Holocaust

Erzsébet Becker   18 Jahre
Lea Kálisch  17 Jahre
Margit Groszmann  25 Jahre
Mária Schwartz  26 Jahre
ein neugeborenes Kind  Januar 1945

Ermordet 1944 - 1945 im KZ-Außenlager Duderstadt

Ihre Seele sei aufgenommen in den Bund des Lebens!
[Dieser Satz deutsch und hebräisch]

Bürgerinnen und Bürger
der Stadt Duderstadt 2008

Für weitere Informationen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Sofern Sie dieses Projekt eines würdigen Gedenkens mit Ihrer Spende unterstützen möchten, verwenden Sie bitte das auf der Rückseite abgedruckte Formular und schicken es an die angegebene Adresse zurück.

Geschichtswerkstatt Duderstadt e.V.
Sonnenweg 1, 37115 Duderstadt, Tel. 05527-2464

Kriegsgräber

Anfrage der Geschichtswerkstatt Duderstadt an die Stadt Duderstadt

Mehr als 90 Gräber von Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeitern aus der NS-Zeit sind auf dem städtischen Friedhof in Duderstadt für den Besucher nicht mehr auffindbar. Die Geschichtswerkstatt hat deshalb eine Anfrage an die Stadtverwaltung gerichtet.

Weitere Informationen auf der Seite Kriegsgräber.